Ich wollte einmal ein paar sätze zu dem Xfce-SVN Overlay schreiben, welches ich selber nutze.
Unter Gentoo ist es sehr einfach, solang man dieses auch möchte, direkte checkouts des Quellcodes via SVN von Xfce, sowie dessen Programme zu nutzen und so die Entwickler Versionen zu kompilieren. Wieso man die Entwickler Versionen nutzen sollte, ist jedem selber überlassen =))
Als erstes brauchen wir layman aus dem Portage. Vorweg, es gibt zwei USE-Flags git und subversion die man setzen könnte da es Overlays gibt die SVN oder auch GIT basierent sind. Natürlich kommt es darauf an, was das Overlay nutzt. Das Xfce-Overlay nutzt SVN und bräuchte so subversion. Wenn man diese USE Flags setzt, werden automatisch git und subversion mit auf das System gebracht.
Haben wir nun die USE-Flag subversion gesetzt oder haben schon subversion drauf können wir layman auf das System holen.
emerge --ask --verbose layman
Ich gehe davon aus, das Portage unter /usr/portage liegt, wie dieses standardgemäß der fall ist. Layman erstellt im Portage folgendes Verzeichnis /usr/portage/local/layman in dem auch eine make.conf erstellt wurde. In dieser Datei wird die PORTDIR_OVERLAY Variable neu gesetzt wenn man über Layman ein Overlay hinzufügt oder entfernt. Um das nun emerge beizubringen, müssten wir in der /etc/make.conf folgende Zeile einfügen: em>source /usr/portage/local/layman/make.conf
Wichtig ist, falls man in der /etc/make.conf noch weitere PORTDIR_OVERLAY(s) gesetzt hat, müssen diese vor dem neuen Eintrag stehen.
Falls Layman ein anderes Verzeichnis nutz als wie /usr/portage/local/layman, kann man dieses herausfinden indem man in die /etc/layman/layman.cfg schaut.
Nun haben wir Layman auf dem System und noch keine Overlays hinzugefügt. Dafür geben wir nun folgendes ein und haben das Xfce-SVN Overlay.
layman -a xfce
Wenn man nun Xfce emergen will, wird bevor kompiliert wird ein SVN checkout gemacht von den Xfce-SVNs und dann erst emerged. Damit man weiß, das es SVN Versionen sind, haben die ebuilds die Versionsnummern -9999.
Nun geben wir ein:
emerge -va xfce4
und es wird Xfce samt allen nötigen abhängigkeiten auf dem System kompiliert. Hat man vorher schon eine Xfce Stable Version auf dem System, kann man auch ein einfaches update machen.
emerge -ua world
Nutzt man Displaymanager wie GDM oder KDM ist nun dort dann auch Xfce aufgeführt. Nutzt man XDM, startx oder xinit muss in der /etc/env.d/90xsessions die Umgebungsvariable XSESSION auf Xfce4 gestellt sein. Anschließend müssen die Umgebungsvariablen neu geladen werden
env-update
und man kann Xfce starten.